Artenhilfsprogramm Schleiereule im Eichsfeld
Gegen Mitte der 90er
Jahre fiel einigen Fachgruppenmitgliedern auf, dass kaum noch
Schleiereulenbeobachtungen, ganz zu schweigen von Bruten, gemeldet wurden.
Eine vormals in jedem Dorf bekannte Eule war zur Rarität geworden. Aufgrund
guter Beispiele in anderen Regionen begann unser Vereinsmitglied Wilhelm
Roth mit dem Bau von Nistkästen aus Abfallholz. Durch seine Initiative
konnten weitere Mitstreiter für das Projekt gewonnen werden, die Zahl der
gebauten und aufgehängten Nistkästen wurde ab 1999 massiv gesteigert.
Unterstützung erhielten wir maßgeblich vom NABU Obereichsfeld. Die Anzahl
der Schleiereulenkästen, die übrigens vorwiegend in landwirtschaftlich
genutzten Gebäuden angebracht wurden, wuchs von 13 (1998) über 70 (2001) auf
129 im Jahre 2003.
Im Rahmen eines Monitorings, also einer über die Jahre hinweg durchgeführten
Bestandserfassung werden die Kästen nun regelmäßig kontrolliert, um so den
Bestandstrend zu ermitteln. Ausserdem werden alte und junge Schleiereulen
gefangen und beringt, damit Aussagen zum Wanderungs- und
Ansiedlungsverhalten, sowie zu Lebenserwartung und Todesursachen getroffen
werden können.

Hans-Bernd Hartmann
beim Anbringen eines Schleiereulenkastens

Die Karte zeigt
bisherige Ergebnisse der Schleiereulenberingung im Eichsfeld.